Sonntag, 8. November 2015

USA Westküste: Reisebericht Woche 2 noch mehr Kalifornien

USA Westkueste San Francisco Yosemite Sacramento
Die Reise geht weiter und wir sind noch immer im Sunshine State Kalifornien. Am Ende von Woche 1 sind wir den Weg von Pismo Beach nach San Francisco weiter entlang des Highway #1 angetreten. Wieder eine wahnsinnig schöne Strecke mit so vielen Haltepunkten, dass man am besten unterwegs noch eine Übernachtung einlegt. Denn wir sind früh in Pismo Beach losgefahren und waren erst nach Sonnenuntergang in San Francisco. Auf dieser längsten Strecke unserer Tour haben wir oft tierische Unterhaltung gehabt, von Zebras, See-Elefanten, Pelikanen sowie Delfinen und Grauwalen in Monterey haben wir alles gesehen, in Yosemite kamen noch Maultierhirsche dazu. Nur den Schwarzbären bekamen wir nicht zu Gesicht. 

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CARMEL BY THE SEA und MONTEREY

In Carmel haben wir einen kurzen Stopp zum Essen eingelegt. Ein wirklich hübscher und auch teurer Ort, sieht so gar nicht typisch amerikanisch aus. Hier werden die Senioren in langen Limousinen herumgefahren. Clint Eastwood war übrigens mal Ortsbürgermeister in Carmel. Und auch heute noch zieht es die Promis in die teuren Galerien, Modeboutiquen und Restaurants.

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In  Monterey wollten wir unbedingt auf Walbeobachtung gehen. Obwohl es schon Nachmittag war, als wir hier ankamen, sind wir mit dem Boot in die Bucht von Monterey gefahren, dorthin, wo es so tief ist, dass sich genug Walfutter ansammelt. Auf der Fahrt sehen wir Seeotter, Seehunde- und -löwen, langschnäuzige gemeine Delfine und dann auch Buckelwale. Zuerst kann man sie nur erahnen, da nur ein kleiner Teil aus dem Wasser herausragt und dann, wenn sie Luft ausatmen. Dann haben wir Glück und einer springt sogar in die Höhe und platscht mit seinem Gewicht wieder auf. Auch diverse Flossen sehen wir. Manchmal sieht man hier auch Schwertwale oder Finnwale. Ein atemberaubender Trip kann ich nur sagen. Nach zweieinhalb Stunden auf dem Boot sind wir k. o. und durchgeschüttelt und treten den restlichen Weg nach San Francisco an.

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SAN FRANCISCO

Als wir in San Francisco reinfahren, sehen wir mal wieder einen grandiosen Sonnenuntergang. Das war es dann mit schönen Erlebnissen an diesem Abend. Denn leider werden wir erst einmal mehr als enttäuscht von der Stadt. Nicht nur der Verkehr ist um diese Zeit richtig anstrengend. Als wir im Hotel ankommen der Schock. Ein winzig kleines Zimmer, eher wie eine Hostelunterkunft mit kleinem Bett für uns zwei, um das man gerade so herumgehen kann. Keine Möglichkeit zum Abstellen und Öffnen der Koffer, so klein ist es. Das Waschbecken befindet sich mit im Zimmer und dafür haben wir 700 Euro für vier Nächte ausgegeben. Ein Upgrade ist nicht möglich, denn das Hotel ist ausgebucht. 

Wir sind dann erst einmal rausgegangen, um etwas zu essen und wurden wieder geschockt. Die Leute hier sind creepy, ganz ehrlich! Wir befinden uns nämlich am Rande des Tenderloin, was wir vorher nicht wussten. Wir haben schließlich über ein Amerika-Reisen-Büro gebucht, da wäre es schön zu wissen, ob man in einer sicheren oder gefährlichen Ecke übernachtet. Wir waren also mittendrin im Geschehen beziehungsweise mitten im Viertel der Armut, Obdachlosigkeit und Kriminalität. Hier wollten wir keine weitere Nacht bleiben und haben dann mobil für 1000 USD!!! ein Hotel für die restlichen drei Nächte an der Fisherman's Wharf gebucht. Schlafen konnten wir diese eine Nacht übrigens nicht, weil durch die klapprigen Fenster von irgendwo her laute Musik schallte, wo auch keine Ohropax halfen.

Auch tagsüber änderte sich das Bild leider nicht, mank den Shops und "normalen" Leuten überall diese Obdachlosen und Freaks, auch Dopegeruch weht des Öfteren durch die Luft. Um dann zu dem wirklich schönen Golden Gate Park zu laufen, sind wir also wieder durch dieses furchtbare Viertel gelaufen, selbst ein Polizist meinte, in San Francisco sei man nirgendwo sicher. Herrje, dabei schwärmte doch jeder so von der Stadt und ich frage mich, wo denn alle anderen waren, dass sie das hier nicht erlebt haben.

USA Westkueste San Francisco Yosemite Sacramento

Natürlich haben wir in den schönen Ecken der Stadt auch wunderbare Schätze gesehen. Es ist wahrscheinlich wie in jeder amerikanischen Großstadt, dass man ein paar Viertel oder Straßen hat, die man meiden sollte. Nur sind wir nirgendwo auf der gesamten Strecke so nah dran gewesen. Jedenfalls empfehle ich sehr den Golden Gate Park mit dem Conservatory of Flowers, dem Japanese Garden (einfach wundervoll!), dem Bisongehege und Fliegenfischen im Clubhaus Castingpool.

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An der Fisherman's Wharf selbst war es etwas touristisch, dennoch ganz angenehm. Hier liegen die Seehunde am Pier 39, es gibt viele süße Shops und Restaurants. Auch einen Blick auf die Golden Gate Bridge hatten wir hier. Die Strecke zur berühmten Brücke ist auch wirklich schön, wir sind über die Chestnut Street mit ihren vielen Lädchen und Cafés dorthin gelangt, vorbei am Palace of Fine Arts Theatre, dem Strand mit Kitesurfern bis zum Goldenen Tor. 

Auch eine Überfahrt nach Sausalito haben wir von unserem Pier aus unternommen. Sausalito ist eine kleine Stadt in der Bucht von San Francisco mit einer süßen Promenade, künstlerischen Einflüssen und tollem Blick auf Alcatraz und die Skyline von San Francisco. 

Zurück in der Stadt sind wir mit dem Cable Car die Hügel hochgefahren, um den Ausblick zu genießen. Zu Fuß sind die Straßen zwar auch zu erklimmen, aber bei fast 30 Grad Steigung ist es echt anstrengend. Wir sind auch nicht bis zum Ende mitgefahren, denn das Cable Car endete wieder an der Market/Powell Street, dem "netten" Viertel. Den berühmten Alamo Square, den viele von Bildern oder der Serie Full House kennen, haben wir auch besucht. Das Postkartenmotiv mit den viktorianischen Häusern ist wohl einer der am meisten fotografierten Wohnstraßen in den USA. Die bunt gestrichenen Häuschen nennt man auch liebevoll Painted Ladies.

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YOSEMITE NATIONALPARK

Wir freuen uns sehr als es am Morgen des vierten Tages weiter geht ins Landesinnere zum Yosemite Nationalpark. Wir nehmen bei Sonnenaufgang den Weg über die Golden Gate Bridge und die Richmond–San Rafael Bridge. Es geht durch viele karge Landschaften und sich durch Berge schlängelnde Straßen in das Yosemite Valley. Der Park ist für seine schroffen Granitfelsen und Wasserfälle bekannt. Ab dem Spätsommer muss man jedoch damit rechnen, dass hier viel weniger Wasser vorhanden es. 

Wir haben nach Ankunft sogleich den Weg über die wunderschönen Weiden bis zum Bridalvail Fall und dann den Trail zu den Nevada Falls über den John Muir Trail. Der Auf- und Abstieg war der schwierigste bevor man dann nur noch auf den Half Dome weiterklettern konnte. Wir haben circa 10 Kilometer in vier Stunden benötigt. Und für den Ausblick lohnt es sich in jedem Fall, die anstrengende Route auf sich zu nehmen. Mir taten noch ein paar Tage danach die Beine ganz schön weh. Dafür wurden wir unten um Tal mit einem wunderbaren Sonnenuntergang und einer Herde Maultierhirsche nochmals entlohnt.

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SACRAMENTO

Ein wieder ganz anderes Stadtbild haben wir in Sacramento gesehen. Die Hauptstadt von Kalifornien hat um die 500.000 Einwohner, ist bemerkenswert sauber, ruhig und ja, auch etwas weniger aufregend. Die Old Town zeichnet sich durch Häuser im Westernstil aus, die dem 19. Jahrhundert nachempfunden wurden, auch das beste Eisenbahnmuseum der USA gibt es hier. Sehr beeindruckend ist das State Cpitol Building mit dem angrenzenden Park, in dem es unter anderem Orangenbäumchen gibt.

USA Westkueste San Francisco Yosemite Sacramento
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So, ich hoffe, ich habe aus den über 500 Fotos von dieser Strecke, die ausgewählt, die einen guten Eindruck von der Tour zeigen. In der dritten Woche zeige ich euch dann noch Eureka mit dem Redwood Nationalpark, Florence, Portland und Seattle. Und dann kommen die Beautyeinkäufe.

12 Kommentare :

  1. Wieder traumhafte Fotos und ich freue mich sehr darüber, dass Du diesen ganzen Eindrücke teilst. Das mit der Übernachtung ist echt ärgerlich. Habt ihr euer Geld für die verbleibenden Nächte wieder bekommen?

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    1. Gerne doch :-).
      Ja, das Restgeld haben wir tatsächlich wieder bekommen. Das Hotel hatte damit auch keine Probleme, ihre Zimmer kriegen die in SF immer an den Mann. Wir waren dann auch einfach nur froh, ein modernes und großes Zimmer im neuen Hotel zu haben, mit einer angenehmen und sicheren Gegend.

      Viele liebe Grüße
      Stephie

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  2. Wundervolle Bilder und Eindrücke die du mitgebracht hast. Das sieht wirklich unwerfend aus.
    Ich möchte unbedingt auch irgendwann einmal mit der Cable Car fahren :)

    Liebe Grüße, Ella
    www.ellaloves.de

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    1. Die Cables Cars sind mal eine andere Art der Fortbewegung, man tuckelt so richtig vor sich hin und klingelt alle Leute aus dem Weg ;-D. Und um auf die steilen Straßenhügel zu kommen, sehr praktisch. Mit dem Auto so schräg am Straßenhang zu stehen, war schon ein bisschen seltsam, dank Automatik aber alles kein Ding.

      Viele liebe Grüße
      Stephie

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  3. Wow, da habt ihr j wirklich eine Menge erlebt! Tolle Bilder hast du mitgebracht. Da packt mich gleich wieder das Fernweh!!
    Liebe Grüße
    Hella von http://www.advance-your-style.de

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    1. Ja, es sind wahnsinnig viele Eindrücke, die wir gesammelt haben. Dadurch, dass wir immer noch auf Tour mit den Fotos sind bei Familie und Freunden, können wir noch schön in den Erinnerungen schwelgen.

      Liebste Grüße
      Stephie

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  4. Sehr schöne Bilder, die einen direkt nach Amerika ziehen :-)
    Wie ärgerlich, dass eure Ankunft in SF so unschön war. Zum Glück konntest ihr noch umbuchen, in ein besseres Hotel, auch wenn dies mit höheren Kosten verbunden war.
    Auf Seattle bin ich in deinem nächsten Reisebericht schon sehr gespannt - auch eine Stadt, die wir gerne mal besuchen möchten :-)

    LG Manuela
    Blush & Sugar

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    1. Seattle war sooo toll, ich werde den Post sicher am Sonntag veröffentlichen und versuche die beeindruckendsten Fotos rauszusuchen. Noch toller soll übrigens nur Vancouver sein, quasi gegenüber in Kanada. Wir haben es nur leider nicht dorthin geschafft.

      Liebste Grüße
      Stephie

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  5. Danke für den tollen Bericht und die vielen wunderschönen Fotos! Ich hab die beiden Posts direkt verschlungen. Es tut mir wirklich leid, dass ihr in SF so einen schlechten Start hattet! Musste dir gleich twittern. Finde es auch ziemlich arg, dass ein spezialisiertes Reisebüro euch nicht besser informiert hat. Selbst der Taxifahrer hat uns bei der Ankunft "gewarnt" :/ Aber gut, dass ihr dann doch noch die schönen Seiten entdeckt hab! Deine Bilder sprechen ja für sich :) Der Japanese Tea Garden ist wirklich ein Traum!!! Ich wäre gerade so gerne dort, einen Matcha-Eistee trinken und Edamame snacken :D Den Yosemite Nationalpark haben wir uns leider nicht angesehen (ich meine da wüteten zu der Zeit schwere Waldbrände und wir waren uns nicht sicher, wie die Lage dort wirklich ist). Aber wenn ich deine Bilder so sehe werde ich ganz sehnsüchtig und weiß was nun ganz oben auf der Liste steht :)

    Liebste Grüße

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    1. Toll, das freut mich sehr!

      Das Reisebüro hat das Hotel nun direkt auf die schwarze Liste genommen, dennoch schade, dass wir erst die Erfahrung machen mussten. Wären wir in einer anderen Ecke von SF zuerst gelandet, hätten wir sicher einen besseren ersten Eindruck gehabt.
      Den Japanischen Garten samt Teehaus hätte ich am liebsten eingepackt oder würde mir gerne einen solchen hier in der Umgebung bauen. Der war einfach wunderschön!
      Im Yosemite NP hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Wir hatten damit gerechnet, dass schon der Winter einbricht und manche Pässe geschlossen haben oder einiges unter Wasser steht. Aber so war es einfach perfekt! Waldbrände haben wir nicht gesehen, jedoch ein paar bereits abgebrannte Areale und viele Dankesplakate an die Firefighters.

      So, Teil 3 und damit der Endspurt folgt die Tage.

      Liebste Grüße
      Stephie

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  6. Oh Delphine wie toll! Monterey haben wir nur einen Mittag lang gemacht. Die Seelöwen sind echt der Knaller :-D Ganz plötzlich wird es laut und fängt an zu stinken *gg* Für San Francisco braucht man wirklich Zeit. So viele tolle Ecken und genügend Plätze, um einfach mal die Zeit im sitzen und mit schauen zu verbringen <3

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    1. Die Delfine hatten es ganz schön eilig und wir sind auch richtig fix an ihnen vorbeigebraust. Von Monterey habe wir bis auf den Hafen und die Bootsfahrt nicht viel gesehen, es soll jedoch ein ganz süßes Örtchen sein. Ja, genau, die Seelöwen erchnüffelt man schon vom Weitem. Da kann man sich dann sicher sein, dass sie da sind. Wir hatten natürlich einen recht straffen Zeitplan und hätten an manchen Orten gerne mehr Zeit verbracht. Wenn man überlegt, dass das "nur" drei Staaten waren und wir 20.000 Kilometer gefahren sind, Wahnsinn! Was gibt es noch alles zu entdecken!

      Liebste Grüße
      Stephie

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