Freitag, 20. November 2015

USA Westküste: Reisebericht Woche 3 - Endspurt nach Seattle

USA Westkueste Eureka Florence Portland Seattle

Fast zwei Wochen liegen hinter uns, und als die letzte Woche anbricht, werde ich schon etwas wehmütig. Zu Beginn der Reise war es einfach schön zu wissen, dass jetzt drei spannende Wochen vor uns liegen. Ich war abgelenkt vom Alltag, von der Arbeit. Zu Beginn der dritten Woche muss ich schon daran denken, dass dieser traumhafte Urlaub bald ein Ende haben wird. Ich hätte noch wochenlang so weiter fahren können, durch verschiedenste Landschaften und Städte, immer mit einem neuen Ziel vor Augen und nicht wissend was einen erwartet, sich treiben lassen, in diesem weiten Land.

EUREKA/FLORENCE (KALIFORNIEN)

Auf dem Weg nach Florence durchqueren wir zuerst die amerikanische Schweiz und dann die 31 Meilen lange Avenue of the Giants. Hier stehen die mächtigen Bäume mit über 100 Meter Höhe, sechs Meter Durchmesser und einem beachtlichen Alter von bis zu 2.000 Jahren. Unser Hotel liegt in Eureka, einer kleinen Stadt mit Holzindustrie und nicht ganz 30.000 Einwohnern. Das Stadtbild ist geprägt von viktorianischen Häusern, am bekanntesten ist die Carson Mansion, die heute einem Gentlemen's Club gehört. 

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Nicht weit entfernt liegt die Elk Prairie, ein wunderschönes ruhiges Weidengelände mit Roosevelt-Hirschen. Hier fahren wir ein zweites Mal hin, um in der Stille unter den großen Bäumen zu picknicken. Es ist einfach herrlich. Von der Elchweide aus erreicht man den Fern Canyon, einen verwunschenen Pfad mit von Moosen und Farnen bewachsenen Wänden. Steven Spielberg drehte hier eine Szene für seinen Film Vergessene Welt: Jurassic Park.

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Nach nur einer Nacht in Eureka fahren wir weiter nach Florence und passieren damit die Grenze von Kalifornien zu Oregon. Schlagartig verändert sich die Vegetation und das Wetter schlägt um. Die Landschaft ist nun weniger karg bis auf die Sanddünen, viele Bäume säumen die Straßen, es wird regnerisch. In Florence habe ich kein einziges Foto geschossen, denn irgendwie war es nur grau und dunkel, als wir ankamen und am nächsten Tag wieder abfuhren. Schade eigentlich, denn unser Hotel hatte einen perfekten Blick auf den Siuslaw River.

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PORTLAND (OREGON)

Auf dem Weg nach Portland sehen wir gewaltige Küstenabschnitte, die bei dem düsteren Wetter noch beeindruckender wirkten. Das Heceta Head Light von dem Leuchtturm oben ist das hellste an der gesamten Küste von Oregon und der Leuchtturm, der wohl am häufigsten fotografierte in den USA. Wusste ich auch erst, nachdem ich ihn fotografiert und einem Freund von uns gezeigt habe.

Als wir in Portland ankommen, ist es nur noch etwas verregnet, klart aber mit der Zeit auf. Hier besuchen wir den Lan Su Chinese Garden und fahren dann hoch in den Washington Park. Am Morgen legte sich noch der Nebel über den Park, dann gegen Mittag öffnet sich der Blick von der Gartenanlage der Pittock Mansion auf die Stadt mit dem schneebedeckten Mount Hood und Mount St. Helens im Hintergrund. Beide Berge gehören zu einer vulkanischen Gebirgskette, Mount St. Helens hatte einen großen und gut dokumentierten Ausbruch in 1980, Mount Hood ist derzeit der aktivste der Vulkane und könnte jederzeit wieder ausbrechen.

Danach geht es wieder zurück in die Stadt und wir verbringen Stunden im tollsten Buchladen ever und dem größten weltweit dazu! Sollte es euch einmal nach Portland verschlagen, kommt ihr nicht um Powell's Books herum. Hier gibt es über eine Million Bücher, neue, angekaufte und solche, die nicht mehr gedruckt werden und eine Rarität sind. Der Laden umfasst einen ganzen Häuserblock und hat schon vor Amazon Bücher online verkauft. Auf verschiedenen Ebenen und Räumen findet hier jeder sein Interessengebiet, ein Café lädt außerdem zum Verweilen ein und das kann man hier gut! Ich habe mir ein paar Gesundheitsbücher gekauft und wir haben ein Sammlerstück aus 1945 für einen guten Freund mitgebracht, der mir das Reiseobjektiv geliehen hat.

In Portland waren wir übrigens mehrmals bei Panera Bread essen, einer Bäckereikette, die so leckere Frühstücksangebote hatte und überhaupt. Klassische Bäcker wie hier in Deutschland gibt es in den USA nicht sehr häufig und hier gab es ein großes Angebot an Brot, Gebäck, Sandwiches, Salaten, saisonalen Angeboten, Suppen, Mac and Cheese und so weiter. Unser Hotel lag direkt neben einem Einkaufspark mit Panera und so bot sich das an, rüberzudüsen und hier gemütlich zu essen. In der Stadt kann ich noch direkt neben Powell's Books die Garden Bar empfehlen, hier gibt es Salate zum Zusammenstellen aus zig einzelnen, frischen Zutaten.

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SEATTLE (WASHINGTON)

Kommen wir zum Städte-Highlight auf unserer Tour. In Seattle fahren wir über Lake Washington ein, um schon mal einen Blick auf die Skyline zu erhaschen. Unser Hotel liegt mitten in Downtown, welches ein anderes Downtown ist als in San Francisco. Die Straßen sind sauber und Obdachlose zieren hier nicht das Straßenbild. Wir arbeiten uns vom Great Wheel (53 m) über die Monorail zur Space Needle (184 m) bis auf das Sky View Observatory (73. Stock, 285 m, 360 Grad Blick) hoch in den Himmel von Seattle. Den schönsten Blick auf die Stadt aber bietet der kleine und feine Kerry Park im Norden der Stadt. Hier ein Apartment zu haben mit Blick auf Space Needle, Hafen und sogar Mount Rainier, ein wahrscheinlich nicht bezahlbarer Traum. 

In Seattle ist es ein Muss den allerersten Starbucks überhaupt zu besuchen. Klar stehen die Leute hier besonders Schlange, drinnen gibt es dafür einen charmanten Coffee Shop zu entdecken mit exklusiven Kaffeemischungen und Accessoires. Gegenüber liegt das Touristenziel überhaupt, der Pike Place Market mit seinen vielen Galerien, Kneipen, Feinkostlädchen, Obst-, Gemüse- und Blumenständen und Fisch, der besungen und durch die Luft geworfen wird. Zwei Restaurantstipps habe ich noch für Seattle. Das beste Frühstück haben wir gleich drei Mal bei Bacco genossen und das beste Sushi ever haben wir bei Shiro's gegessen.

Südlich von Seattle befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit, das Museum of Flight von Boeing. Eine riesige Glashalle mit Airpark, in dem man von den Anfängen der Fliegerei bis zur Raumfahrt alles erkunden kann, sehr beeindruckend! Insgesamt ist Seattle einfach eine tolle Stadt, modern und doch mit Flair, umrundet von wunderschöner Natur, die von Meer, Flüssen, Seen, Wäldern und Bergen alles bietet. Nur das 200 Meilen entfernte Vancouver soll noch liebenswerter sein. Entgegen aller Vorurteile hatte es übrigens nicht geregnet, während wir in Seattle waren.

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Zum Abschluss gibt es noch den wunderbaren Sonnenuntergang am Flughafen mit Mount Rainier im Hintergrund zu sehen. Und im nächsten Post kommen wir dann endlich zur Kosmetikausbeute. 

Seid ihr im Urlaub eher der Städte- oder der Landschaftstyp? Welches sind eure nächsten Urlaubsziele?

4 Kommentare :

  1. Oh wow diese Häuser! Ich liebe solche Bauwerke unheimlich und hätte ja selbst auch gerne so eines, vielleicht aber nicht gerade in Rosa :) Auch deine anderen Fotos sind toll geworden.

    Ich mag beides ganz gerne, am liebsten sollte es aber ein Ort sein, an dem es etwas historisches zu bestaunen gibt wie eine Burg oder eine Kathedrale - vermutlich hat mir deswegen London auch so gut gefallen. Ich würde unheimlich gerne nach Japan, Venedig und Korea.

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    1. Wenn du gerne Historie magst, kann ich dir Rom nur empfehlen. Viel Geschichte, grandiose Vatikanische Museen, gutes Essen, Gastfreundlichkeit.
      London ist ja auch eines meiner liebsten Reiseziele, dort gibt es wahnsinnig viel zu entdecken und man kann sich die Füße platt laufen. Venedig und Japan reizt mich auch. Nächstes Jahr wird es wohl erstmal nicht so weit weg gehen, vielleicht schauen wir uns mal in den schönen Ecken Deutschlands um.

      Liebste Grüße
      Stephie

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  2. Wow, das sind ja richtig tolle Fotografien. Und ein klasse Reisebericht.
    Wir sind nächstes Jahr wieder mit dem Boot unterwegs und haben schon viele Ziele. Natürlich nicht so weit weg, aber auch in der Nähe kann man viel entdecken, wenn man Ruhe und Zeit hat. Ich liebe es, die kleinen Orte zu erkunden oder auch einfach an einer Insel baden zu gehen. Am liebsten aber fahren wir planlos los und schauen, was so alles kommt.

    Liebe Grüße,
    Moppi

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    1. Hallo liebe Moppi,

      habt ihr ein eigenes Boot oder leiht ihr euch das für die Trips aus? Wohin seid ihr damit schon geschippert? Ich würde gerne mal mit dem Boot durch die Kanäle Englands fahren. :-D

      Liebe Grüße
      Stephie

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